Fechsungen

 

das Coronavirus und die sippungsfreie Zeyt

 

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© Kritzl – Kratzl d.Urbanplanierer, am 27. im Lenzmond a.U.161

 

1021. Sippung

 

 

“Erinnerungen an 50 Jahre Woodstock”

 

 

Urheber Bild: SWR/SWR2

 

Eine wunderbare Eigenfechsung in steirischer Mundart zum Thema
von unserem Knappen 49

 

“WOODSTOCK” fand nicht in Woodstock statt

 

Woodstock – drüber miaß ma redn
– is erstns net in Woodstock gwen
(‘s woar zirka oa Stund Autofoahrt
südwestlich in an kloanen Ort,
der Bethel hoaßt. Sechstausnd Leut
san durt dahoam, des woaß ma heut)
und zweitns woar’s zwoar legendär,
doch ausgerichtet nåch Salär!

 

Hiatz: Weshalb wårs in Woodstock net?
Na, jo, des woar dåmols a Gfrett:
Die Bürger durt in dera Stodt
hobm glab, do kemmen Pülcher grod,
vull Rauschgift und vull Alkohol
und woarn der Meinung, dass die wohl
ihr schönes Woodstock glått versau’n.

 

Drum hobm sie gmoant, die sulln holt schaun,
dass ’s ånderwo dånn unterkemmen
bevor’s ihr’ Stådt in Anspruch nehmen.
Gånz Woodstock und Umgebung woar
in Aversion gegn långe Hoar.
“Gach vergewoltign’s uns’re Kiah
und fladern uns nou uns’re Hi’ah!”,
sou hobms im Ort argumentiert.

 

Die Hippis san drauf wegmarschiert
und hobm a große Wiesn gfundn,
wie gsogt, in Bethel, südlich untn.
Da Bauer namens Yasgur Max
verpåchtet seine Wiesn wax
und des bringt iahm gånz schön wos ei’:
Siebz’gtausend Dollar sullt’ns sei’!

 

Joe Cocker, Crosby, Stills & Nash,
Joan Beaz, und Hendrix bringen Cash,
die bestn Bands san do zugegn.
Doch fåst dasoffn wärn’s im Regn.
Es schüttet heftig ohne Ende,
zu Matsch und Sumpf wird des Gelände.

 

Den Widrigkeiten san zum Trotz
vierhunderttausnd Leut am Plåtz.
Und friedlich lafts, koa Schlägerei,
koa Stunk, koa Streit woar do dabei.
Die Leut, die rutschn durch den Match,
ziagn Drogn si’ ein und månchn Quatsch,
und san recht lieb zuanånd dabei
und praktizieren Sex gånz frei.

 

Sie üben sich in freier Liebe,
sind kein’swegs, wie geargwöhnt Diebe!
Und schließlich findet das Event
nåch drei Tåg friedlich ah sei’ End!
In Woodstock nåchher aber siehcht
ma lauter Leut mit långem Gsicht:
wal sie die Hippies hobm vertriebm,
san d’ Dollars drunt in Bethel bliebm!

 

 

 © Kn 49 (Maximilian Unger)  Sippung vom 10.02.a.U.161

 

 

  1018. Sippung

 

   “Auf nach fernen Zielen – Reiseberichte”
    Eigenfechsung unseres Knappen 49

    

    

Wenn einer eine Reise tut…..

 

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.

In diesem Sinne mag ich euch heut dazu Kunde geben:

Ich reiste weit (es hat auf mich die Schilcherburg gewartet)

und hatte mir zu dem Behuf das Funkenross gestartet

(Funkenross ist hier korrekt, es fährt mein Ross elektrisch,

doch wie ihr bald erfahren werdet: ’s wurde folgend hektisch).

 

Nun denn, das Ross, es stand im Stall, ich nahm es in Betrieb,

doch was ich dann am Display sah, das war mir gar nicht lieb:

Der Bildschirm gab mir misslich kund: es ist das Futter karg,

zehn Kilometer reicht es noch. Dies traf mich nunmehr arg.

Ich hatt’ vergessen, aufzuladen, der Akku war fast leer,

ich schaff die dreißig Kilometer nach Lannach nun nicht mehr.

 

Ich klaubte rasch das Ladekabel aus dem Kofferraum

steckt’s an geschwind an d’ Schnellstation. Voll wird der Akku kaum,

ich hab ja nicht die Zeit dazu, zu warten nun drei Stunden,

inzwischen hätt die Sippung ja bereits ein End gefunden.

So ließ ich eine halbe Stund’ den Strom durchs Kabel fließen,

dann war ich, mangels Zeit gewillt, das Laden zu beschließen.

Dreißig Kilometer reicht’s, bezeugte nun der Text.

Das passt, denk ich, da komm ich durch, doch leider war’s verhext.

 

Der Tunnel, der in Voitsberg harrt auf seine Renovierung,

der war gesperrt! Ich räsonierte auf die Stadtregierung.

Nun denn, ich musste rundherum, die Ausweichstrecke fahren,

der Tacho offenbarte, dass ’s fünf Kilometer waren.

 

Bald merkte ich, ich komm zu spät, ich schaff es nunmehr kaum.

Da kam die nächste Kümmernis: Im Weg lag quer ein Baum!

Der Sturm hat diesen umgeschmissen. Die Feuerwehr erklärt,

dass man am besten umkehrt und dann übern Hügel fährt.

 

Ich drehte um und fuhr ein Stück des selben Wegs retour,

dann kam ich zum Umfahrungsweg, den ich dann rasch befuhr.

Am Gipfel oben angekommen, bekundet mir ein Ton:

des Akkus Ladung neigt sich Richtung Speicherende schon.

 

Im Tale, stromlos strandend, fand ich GottseiDank ein Haus,

dort lieh ich mir zehn Kilowatt zur Weiterreise aus.

Dann setzte ich die Reise fort und kam schlussendlich dann

trotz aller Unbill endlich doch in Monte Lunach an.

Doch als ich nun vom Sattelplatz zur Burg mich wollt bewegen,

da kamen mir die Sassen aus der Sippung schon entgegen.

 

Was lernt der Sasse nun daraus? Was sagt der Weisheit Mutter?

Es braucht das beste Funkenross genauso auch sein Futter!

 

© Kn 49 (Maximilian Unger)  Sippung vom  20.01.a.U. 161

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

922. Sippung vom 24.10.  a.U. 157

   NAP. – Blitzprotokoll zur Kunstsippung 

   Paul Cezanne ( 22.10.1906   110.Todestag )

   von Rt. Sir VOX (4)

 

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NAP – Blitzprotokoll zur 923. Sippung d.h.R. Monte Lunach v. 31.10. 157

 

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Eine denkwürdige Fechsung – anlässlich der 959. Sippung

” Ehe – Neu Jahr “

vom 08. 01. a.U. 159 

 

 

 

 

 

 

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